Update zur Spendenaktion: Erfreuliche Nachrichten aus Kairo
In der Adventszeit hat das Gymnasium Pfarrkirchen im Rahmen einer vorweihnachtlichen Spendenaktion Geld für die Kinder im christlichen Müllviertel „Ezbet el-Nakhl“ in Kairo gesammelt. Unsere Schule konnte dabei das hervorragende Spendenergebnis von 2587 Euro erzielen. Dieses war nur dank der überwältigenden Spendenbereitschaft der Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie aller Lehrkräfte und Mitarbeiter am Gymnasium möglich, wofür sich die gesamte Fachschaft Religion und Ethik herzlich bedanken möchte.
Unser Gymnasium unterstützt mit diesen Spendengeldern das Sozialkomitee der Deutsch-evangelischen-Oberschule (DEO) in Kairo, welche seit 1993 unter der Leitung von Hanna Hartmann geführt wird. Das Sozialkomitee setzt sich dabei für verschiedene Heime und Einrichtungen ein, in denen elternlose, behinderte und sozial ausgegrenzte Kinder, Jugendliche und Erwachsene untergebracht sind. Die Kinder der Zabbaleen (Kairos Müllsammler), welche mit über 90 Prozent orthodoxe Christen sind, liegen der Sozialorganisation besonders am Herzen. Die Menschen in diesem Viertel leben von dem, was andere Menschen wegwerfen. Fehlende sanitäre Infrastruktur, gesundheitsschädigende Stoffe im Müll und mangelnde Schutzausrüstung der Müllsammler führen nicht selten zu schweren Erkrankungen oder Verletzungen.
Umso mehr freut uns nun die Nachricht, die wir vor kurzem von Frau Hartmann erhalten haben. In ihrem Schreiben bedankt sie sich ausdrücklich für die große Spendenbereitschaft am Gymnasium Pfarrkirchen und teilt uns zudem mit, dass unsere Spendengelder dem „Al-Salam Charity Hospital“ zugutekommen werden. Dieses Krankenhaus wird mitten im Müllviertel in „Ezbet el-Nakhl“ errichtet und soll den Menschen vor Ort medizinische Hilfe bieten. Dank der Schwestern vom Kloster St. Mary werden dort nicht nur Kranke behandelt, sondern auch Behinderte, Kindergartenkinder und Schüler bis zur 6. Klasse unterrichtet und betreut. Wir freuen uns darüber, dass unsere Spendengelder so sinnvoll eingesetzt wurden und wir als Schulfamilie gemeinsam dazu beitragen konnten, das Leben der Menschen vor Ort ein Stück besser zu machen.

Simon Reischl